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FORSCHUNG AKTENBESTAND

ein Projekt von:

FORSCHUNG UND AKTENBESTAND

Im hier vorgestellten Forschungsprojekt wurden die ostdeutschen Filme erfasst, die der Interministerielle Ausschuss für Ost-West-Filmfragen zwischen 1954 und 1966 inhaltlich geprüft hat. Am Beispiel der DEFA-Filme (eigene Produktionen sowie Synchronisationen ausländischer Filme) sowie der DDR-Fernsehfilme, die in der Arbeit des Ausschusses eine zentrale Rolle spielten, lässt sich die Zensurpraxis im Detail veranschaulichen.

Die Zusammenstellung der Datenbank, in der momentan 634 Filme erfasst sind, basiert auf den überlieferten Sitzungsprotokollen des Interministeriellen Ausschusses, die im Bundesarchiv in Koblenz archiviert sind und dort eingesehen werden können. Sofern in den Protokollen konkrete Hinweise auf die Motive vermerkt sind, die zu einem Verbot oder einer eingeschränkten Zulassung der Filme führten, werden diese in der Datenbank angegeben. Insgesamt wurden nach derzeitigem Recherchestand 105 ostdeutsche Filme nur mit Schnittauflagen, für einen eingeschränkten Zuschauerkreis oder gar nicht zur öffentlichen Vorführung in der Bundesrepublik freigegeben. Bei einigen der Filme wurden die Zensurauflagen nachträglich wieder aufgehoben.

Es ist geplant, die Datenbank sukzessive zu erweitern und die Angaben zu den polnischen, tschechischen, sowjetischen Filmen etc., die vom Interministeriellen Ausschuss im gleichen Zeitraum überprüft wurden, nach und nach zu ergänzen.



AKTUELLES
  • "Eine Zensur findet nicht statt?"
    Projektvorstellung der Datenbank.

    01.10.2018, 19 Uhr,
    Kino "Arsenal", Potsdamer St. 2, 10785 Berlin
    Gezeigt werden "Träumt für Morgen" (DDR 1956, Regie: Hugo Hermann), "Martins Tagebuch" (DDR 1956, Regie: Heiner Carow) und "Zwischenfall in Benderath" (DDR 1956, Regie: Janos Veiczi).

  • Pressestimmen:
    29.09.2018,
    Interview mit Andreas Kötzing zum Projekt auf "Deutschlandfunk Kultur"